Helfen in Corona-Zeiten

Wie können offene Werkstätten und Privatpersonen das Fach- und Pflegepersonal während der Corona-Krise unterstützen? Zum Beispiel mit dem 3D-Druck des Gesichtsschutz der Firma Prusa.

Heute früh haben wir einen Anruf von der Stadt-Apotheke Spremberg bekommen mit der Frage um Hilfe bei einem 3D Druckprojekt. Christian Lohmeier, Inhaber der Apotheke, würde gern Hausärzten in und um Spremberg einen zusätzlichen Schutz zur Verfügung stellen. Der Gesichtsschutz wurde vom 3D-Drucker-Hersteller Prusa in Zusammenarbeit mit Ärzten entwickelt und als digitaler Download zur Verfügung gestellt. Er ermöglicht einen verbesserten Schutz für Ärzte und Pflegepersonal. Zusätzlich zu einem Mundschutz kann der Gesichtsschutz helfen, eine Tröpfcheninfektion bei Untersuchungen zu verhindern.

Der Gesichtsschutz besteht aus der 3D gedruckten Halterung, die es ermöglicht, eine PETG Plastefolie (in unserem Fall vorerst Laminierpapier) dauerhaft vor dem Gesicht zu behalten. Damit die Maske gut hält, wird an der Rückseite ein Gummiband befestigt.

Im Laufe des Tages druckten wir mit Herrn Lohmeier eine erste Testversionen und überlegten, wie eine größere Produktion zu Stande kommen könnte. Die Halterung wird von uns gedruckt und anschließend durch Mitarbeiter der Apotheke zusammengesetzt, desinfiziert und an die Hausärzte verteilt. Die Aktion ist als Non-Profit-Projekt angelegt.

Wie es jetzt in den nächsten Tagen weitergeht, ist noch offen. Eine bessere Plastefolie und mehr Filament sind bereits bestellt. Derzeit werden die Hausärzte informiert und wir warten dabei auf Rückmeldung, wie viele Masken gebraucht werden. Bei hoher Nachfrage werden wir sicherlich nicht hinterher kommen.

Wer kann eventuell mit einem privaten 3D Drucker unterstützen? Bitte schreibt uns eine E-Mail an “corona@totalmedial.de“. Der Drucker muss PETG drucken können (250°C) und sollte ein beheiztes Druckbett mit mindestens 18×18 cm haben.

Wir geben sicher ein Update wie es mit dem Projekt weitergeht.
Bis dahin: bleibt gesund.

Hier gibt’s das Update inklusive Druckdatei.

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Die offene Werkstatt ist ein Projekt des Albert Schweizer Familienwerkes Brandenburg.

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